Suchtpräventionstag 2007

Kurz: Was ist ein Suchtpräventionstag??? 

Bei einem Suchtspräventionstag werden Siebtklässler über das Thema Sucht informiert. Achtklässler, die in einem dreitägigen Seminar in Wernau dazu ausgebildet wurden, leiten diesen Tag mit Hilfe einer Lehrkraft oder einem zweiten Schüler. An diesem Tag lernen die Schüler der siebten Klassen Dinge wie zum Beispiel ,,Was ist Sucht? Was sind Alltagsdrogen?" aber auch Dinge wie zum Beispiel ,,Was brauche ich alles in einer Woche?" ,,Und ist das alles nötig?" Zum Beispiel: PC, Handy, Schokolade, Zigaretten, usw. oder ,,Was gibt es für Suchten?" ,,Warum werden Menschen süchtig?" Wie zum Beispiel: Spielsucht, Drogen, Alkohol, Zigaretten und vieles mehr". Natürlich wird den Schülern auch der Weg vom Probieren bis zur Abhängigkeit erklärt und die möglichen Folgen werden ihnen aufgezeigt. All das wird von einer Suchtpräventionslehrerin oder einem Suchtpräventionslehrer und den dazu ausgebildeten Suchtpräventionsschülern organisiert. Hierfür werden, sechs Schulstunden für alle Siebenerklassen am gleichen Tag bereitgestellt. 

Am 15.02.07 wurde an unserer Schule ein Suchtpräventionstag von fünf ausgebildeten Schülern der achten Klassen durchgeführt. Am Morgen wurden die Siebtklässler im Musiksaal von Herr Guserle, Frau Heinze, eine Drogen- und Suchtberaterin, die im Raum Kirchheim und Umgebung zuständig ist und von den ausgebildeten Schülern Sarah Single, Diana Herz, Moritz Ocker, Daniela Maglicco und Carlotta Della Malva begrüßt. Jeder Siebtklässler musste ein Bonbon ziehen. Die Bonbons hatten verschiedene Geschmacksrichtungen und so konnte jeder Schüler sich einer Geschmacksrichtung zuordnen. Alle Gruppenleiter hatten schon einige Wochen davor eine Geschmackrichtung zugeteilt bekommen, sodass es keine Probleme beim Zuordnen der Schüler zu seinem Gruppenleiter mit der jeweiligen Geschmacksrichtung gab. Dies hatte den Zweck, dass die Schüler nicht in ihrer normalen Klassengemeinschaft arbeiteten und verhinderte, dass sich keine Gruppen untereinander bildeten. Die Suchtpräventionslehrerin Frau Larger hatte Wochen zuvor Materialien besorgt und gesammelt, um so den Tag kreativ zu gestalten. Die Materialien wurden auch noch von den Suchtpräventionsschülern durchgearbeitet, sodass jeder für diesen Tag gewappnet war.

Jetzt stellten sich die ausgebildeten Schüler ihrer jeweiligen Gruppe vor, erklärten kurz den Tagesablauf und ließen die Schüler ihre Namen auf Klebebandstreifen schreiben. Jeder der Ausgebildeten bekam zur Unterstützung entweder eine Lehrkraft oder einen seiner Mitschüler zur Seite. Nun, als alle ein Namensschild hatten, wurden den Schülern Gruppenregeln vorgestellt, die jeder zu beachten hatte. Unter anderem wurde vereinbart, dass das, was gesagt oder preisgegeben wird, unter denjenigen bleibt, die sich in einer Gruppe befinden. Gegen später wurden Spiele und Vertrauensübungen durchgeführt. Theorie muss sein, deshalb wurden zwischendurch Arbeitsblätter erarbeitet und besprochen. Sogenannte Konsumprofile, in denen Gruppen aufschrieben, was sie in einer Woche alles brauchen oder nutzen, wie zum Beispiel Schokolade, Alkohol, Zigaretten, Handy, Internet, usw. wurden gemacht und anschließend wurde gefragt, ob man das alles wirklich so oft braucht oder nutzen muss. Die Konsumprofile wurden von den fünf Suchtpräventionsschülern ausgewertet und man stellte dabei fest, dass die meisten zugaben, dass alles nicht so oft gebraucht oder genutzt werden muss. Einige waren auch über ihren eigenen Konsum etwas geschockt, da man eigentlich im Alltag nicht so richtig wahrnimmt, was man immer braucht oder nutzt.

Zum Schluss durften die Siebtklässler selbst Lehrer spielen und ihren jeweiligen Gruppenleitern in einem Rückmeldezettel Noten erteilen und ihnen Rückmeldungen zum Suchttag geben. Der ausgerechnete Notendurchschnitt dieser Rückmeldezettel ist 1,3. Dennoch fehlten einigen Schülern konkretere Dinge zu Drogen, wie zum Beispiel: ,,Wo kommen Drogen her?" ,,Welche Drogen gibt es?" oder ,,Was sind die Folgen vom Drogenkonsum?". Manche Schüler schrieben bei den Verbesserungsmöglichkeiten hin, dass sie gerne einen Polizeibeamten oder ehemalige Drogenabhängige dabeigehabt hätten. Aber im Großen und Ganzen hat fast allen der Suchtpräventionstag Spaß gemacht.   

Das Thema ,,Sucht" ist etwas, womit wir Schüler fast tagtäglich konfrontiert werden. Ob in den Medien irgendein Star wieder wegen seiner Magersucht oder Bulimie schlecht gemacht wird oder ob ich mir mit ansehen muss, wie einer meiner Mitschüler sich seine Probleme wegsaufen will, es geht immer nur um das eine, dass diese Person von etwas abhängig ist und es immer braucht. Deshalb sollte man das Thema kennen und wenigstens ansatzweise darüber informiert sein, sodass man auch verstehen kann, wie der Weg vom Probieren bis zur Abhängigkeit entsteht und welche Gründe es dafür gibt. 

Dieser Bericht wurde verfasst von: Sarah Single aus der 8c und Carlotta Della Malva aus der 8a