Unser Maskottchen "Hugo" wird eingeschult

NÜRTINGEN (nt). Dass am Ende eines Schuljahres eine Einschulung stattfindet, ist ziemlich ungewöhnlich. In der Neckarrealschule war dies jedoch Tatsache: das neue Schulmaskottchen „HUGO“ wurde von Schulleiter Rüdiger Illig, der Vorsitzenden des Fördervereins der Neckarrealschule Gabriele Golser, der Bürgermeisterin Claudia Grau und natürlich den zukünftigen Mitschülern offiziell im Schulalltag willkommen geheißen.

„HUGO“ ist ein Projekt von Schülern für die Schüler und damit ein wesentlicher Baustein im Rahmen der Identitätsstiftung, die im Leitbild der Neckarrealschule verankert ist. Im Jahre 2004 wurde in einer Umfrage unter den Schülern ermittelt, dass sich diese ein Schulmaskottchen wünschen und an deren Umsetzung großes Interesse zeigen. In zwei Wettbewerben wurden die Gestaltung und der Name des Maskottchens festgelegt. Die Anforderungen an die Umsetzung waren groß. „HUGO“ sollte den Schülern als Glücksbringer dienen und die Schule bei Veranstaltungen nach außen hin repräsentieren. Das lebensgroße Maskottchen musste also in jedem Falle robust sein.

Der gute Kontakt von Gabriele Golser zur Lehrerkollegin Susanne von Rosen führte schließlich dazu, dass die Schüler der Stuttgarter Hasenbergschule im Herbst 2010 damit begannen, „HUGO“ eine konkrete Gestalt zu verleihen. Ein halbes Jahr später hat er schon seinen ersten Einsatz beim Nürtinger Maientag 2011 hinter sich und wurde kurz vor den Sommerferien nun von den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 5 bis 9 feierlich begrüßt.

Bürgermeisterin Claudia Grau würdigte den Einsatz aller Beteiligten und betonte den hohen Stellenwert, den eine solche identitätsstiftende Kunstfigur haben kann. Mit diesem Projekt habe die Neckarrealschule ein Zitat des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. beherzigt, der darauf hinwies, dass in einer Schule darauf geachtet werden müsse, dass „die Kinder nicht nur mit dem Verstande lernen, sondern dass auch das Herz gebildet werde.“ Dass die Schülerinnen und Schüler der Hasenberg- und der Realschule jede Menge Herzblut in die Gestaltung von „HUGO“ gelegt haben, ist während des gesamten Projektes deutlich geworden. Schulrektor Rüdiger Illig wies zwar darauf hin, dass „HUGO“ mit Sicherheit die eine oder andere Schulklasse häufiger wiederholen muss. Dies dürfte aber ganz im Sinne der Schülerinnen und Schüler sein.

NPLUS vom 27.7. 2011