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Mitgefühl
und Verständnis NRS-Schüler
übernehmen Patenschaft für vietnamesisches Kind, die kleine Ho Thi
Minh Thuy.
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NÜRTINGEN
(pm). Vor fünf Jahren hat die jetzige Klasse 9c, damals 5a, der Nürtinger Neckarrealschule
die Patenschaft für ein vietnamesisches Kind aus einem Armenviertel von
Nha Trang übernommen. Der Gedanke für diese Form der Unterstützung
ergab sich aus der Klasse selbst, als das Thema „Schenken“ im
Zusammenhang mit dem vorweihnachtlichen Wichteln debattiert wurde. Mit
der jährlichen Zahlung von 65 Dollar ermöglicht die Klasse der
siebenjährigen Ho Thi Minh Thuy für sechs Jahre den Schulbesuch in der
Truong Hieu Hoc Phuong Son, einer öffentlichen Schule. Da die Schulzeit
auf neun Jahre angelegt ist, werden die verbleibenden drei Jahre von
einem anderen Sponsor abgedeckt werden müssen: Vielleicht
findet sich eine andere Sponsorenklasse, vielleichtont schließt
ja das Kollegium diese Finanzierungslücke. Diese Patenschaft ist als Direkthilfe gedacht und wird von Susanne Schüpfer aus der Schweiz vermittelt, die sich jedes Jahr zwei Mal zirka sechs Wochen in Nha Trang aufhält und ihr Projekt, „Association – Help for Vietnam – Susann’s Help for Children“ dort vor Ort mit großem persönlichen Engagement betreut. Schüpfer
begann mit ihrer Arbeit vor 14 Jahren, als sie bei einem Besuch in
Vietnam das entsetzliche Elend in den Armutsvierteln der Stadt erlebte.
Bis heute hat sie für fast 1000 Kinder Sponsoren gefunden. Durch
an Abriss der Elendsquartiere dieser "Schulgeld- familien“ und
dem Bau würdigen Wohnraums werden auch die Rahmenbedingungen der Kinder
und der Familien insgesamt verbessert. Auch zwei Abendschulen für
Kinder in den Armenvierteln konnten mit Fördergeldern gebaut werden.
Mit einer Schulausbildung gibt man diesen Kindern eine reelle Chance,
aus dieser sonst aussichtslosen Armutssituation herauszukommen. Ein
persönlicher Bezug zwischen den Sponsoren und den geförderten Kindern
wird dadurch hergestellt, dass diese über die
schulische Situation ihrer Patenkinder informiert werden. Dazu gibt es jährlich
ein Dankesschreiben der Familie, ein aktuelles Foto und ein gemaltes
Bild des Patenkindes. Auch
erhält Susanne Schüpfer als Garantie des
Schulbesuchs zwei Mal jährlich Fotokopien der Zeugnisse. Die
Klasse hat jetzt eine konkrete Vorstellung von diesen Menschen, die
nicht in einer wirtschaftlich und sozial weitgehend
abgesicherten
Gesellschaft aufwachsen. Mit der Übernahme dieser Patenschaft wird so
bei den Sechstklässlern Mitgefühl und Verständnis für die Menschen
der Dritten Welt erweckt, daraus kann ein Verantwortungsgefühl gerade für
die Schwächeren entstehen, die es auch in unserer Gesellschaft Womöglich
nehmen die Schüler eine andere Haltung zu ihrer privilegierten
Bildungssituation ein, wenn sie erfahren, dass zum
Beispiel in vielen anderen Ländern der Schulbesuch nur gegen Bezahlung
eines Schulgeldes möglich ist und viele Eltern Dies
alles bietet sich auch als Lernfeld im Sinne eines verbundenen
Unterrichts an, in dem einige schulische Fächer thematisch eingebunden
werden.
Inzwischen haben sich eine Kollegin und zwei Kollegen aus der NRS dem guten Beispiel angeschlossen und ebenfalls eine Patenschaft übernommen.
Kontakt über:
susannshelpvietnam@yahoo.com |
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